Medical Flossing

Medical Flossing, das lokale und strenge Abbinden von Muskeln oder Gelenken, hat folgende Ziele: Es lindert Schmerzen und kann die Beweglichkeit verbessern. Ob verstauchter Knöchel oder verspannte Schulter Medical Flossing bewirkt bis zu 75 Prozent Schmerzlinderung!

 

Das Latexband schnürt sich um den Oberschenkel. Das Latexband wird stramm und immer strammer gewickelt – dem Patienten ist wachsendes Unbehagen anzusehen, bis er vor Schmerz das Gesicht verzieht. Denn wenn Medical Flossing angewendet wird, ist Zähne zusammenbeißen angesagt … Medical Flossing heißt die innovative Therapie für eine Vielzahl von Muskel und Gelenkbeschwerden von der Verstauchung über Zerrungen bis zum Tennisellbogen. Rund zwei Minuten bis 3 Minuten lang wird die malade Struktur von einem speziellen Latexband „gequetscht“ in dieser Zeit aktiv selbst oder passiv vom Therapeuten bewegt –, ehe das Tape wieder gelockert wird und … jaaahhh … der Schmerz wieder nachlässt. Und zwar nicht nur der Wickelschmerz!

Die Reibung des Flossing-Bands stimuliert Sinneszellen unter der Haut – sogenannte Mechanorezeptoren, die ihrerseits die Weiterleitung von Schmerzen im Rückenmark unterbinden. Die Wirkung tritt unmittelbar nach der Anwendung ein, in vielen Fällen sogar nachhaltig.

Das heißt: Die Beschwerden kehren nicht wie ein Bumerang am nächsten Tag zurück. Wobei für einen dauerhaften Therapieerfolg natürlich trotzdem einige Sitzungen erforderlich sind.



Okklusionstraining

Das Okklusionstraining (engl.: Blood Flow Restriction Training) wird derzeit als eine neue Methode im Kraft- und Ausdauertraining diskutiert, um die Muskelhypertrophie (Muskelwachstum)  als auch die Ausdauerleistung positiv zu beeinflussen

Das Okklusionstraining kommt ursprünglich aus Japan und ist allgemein auch unter KAATSU-Training bekannt. Dr. Yoshiaki Sato entdeckte 1966, als er länger auf seinen Knien saß, dass seine Beine taub wurden. Daraufhin merkte er, dass dieses Gefühl in seinen Waden das gleiche zu sein schien, welches er verspürte wenn er seine Wadenmuskulatur trainierte. Anschließend schlussfolgerte er, dass diese „Muskelschwellung“ im Sitzen die gleiche sein könnte wie beim Krafttraining und testete seine Theorie über mehrere Jahre, bis er seine These zum Teil belegen konnte.

Okklusionstraining kann in jedem Leistungsbereich eingesetzt werden und es kann Alleinstehend oder in Kombination mit „normalem“ Krafttraining eine sehr gute Alternative darstellen. Vor allem in Trainingsphasen in denen wenig Gewicht bewältigt werden kann, kann das Okklusionstraining unter Beachtung der Kontraindikationen zielführend eingesetzt werden. Es scheinen besonders ältere und verletzte Personen als auch Leistungssportler davon zu profitieren. Leistungssportler mit einer hohen Wettkampf- und Trainingsdichte können besonders während der Saison vom Okklusionstraining profitieren.

Regenerationszeiten könnten auf diese Weise kürzer gehalten werden. Denkbar wäre es, „Okklusionsblöcke“ in die normale Trainingsplanung einzubauen, um so ständig neue Reize für den Organismus zu setzen. Zudem hilft es Sportlern nach einer Verletzung schneller wieder Muskulatur aufzubauen, um frühzeitig in das sportartspezifische Training einsteigen zu können.

Probiert es einfach mal aus.